Schee war’s am 26.9.2026 auf der Demo „Stoppt den Straßenwahnsinn“

Schee war’s am 26.9.2026 auf der Demo „Stoppt den Straßenwahnsinn“

Am 26. September 2026 haben wir gemeinsam ein deutliches Zeichen für eine moderne und nachhaltige Verkehrspolitik gesetzt. Rund 300 Teilnehmer*innen versammelten sich zur Demonstration „Stoppt den Straßenwahnsinn“, um gegen veraltete Planungskonzepte zu protestieren und eine zukunftsfähige Mobilitätswende einzufordern.
Die Kundgebung bot Raum für starke Worte und gemeinsame Visionen. In ihren Reden forderten die Sprecher*innen ein grundlegendes Umdenken in der Verkehrspolitik, da die aktuelle Bauplanung oft noch Mustern von „Vor-Vor-Vorgestern“ folge. Zu Wort kamen:
– Harald Mansi (1. Bürgermeister von Wielenbach)
– Ronya Endres (Landesvorsitzende der SPD Bayern)
– Norbert Moy (Pro Bahn)
– Oliver Lange (VCD)
– Ludwig Hartmann (Landtagsvizepräsident, Bündnis 90/Die Grünen)
Ein besonderes Highlight war der anschließende Fahrrad-Korso nach Weilheim, an dem etwa 200 Teilnehmende mit ihren Rädern teilnahmen. Dieser Korso machte sichtbar, dass eine Alternative zum Autozentristmus nicht nur gewünscht, sondern bereits gelebt wird.
Vielen Dank an alle, die dabei waren und durch ihre Präsenz gezeigt haben, dass uns eine lebenswerte Region mit sicheren Radwegen und einem starken ÖPNV am Herzen liegt. Die Demo war ein voller Erfolg – gemeinsam machen wir weiter, das ist keine Drohung, das ist ein Versprechen!

Verkehrspolitischer Wahnsinn

Die Mittel für Investitionen bei wirklich wichtiger Verkehrsinfrastruktur werden gekürzt: Autobahnen und Autobahnbrücken werden also weiterhin länger bröckeln, die Instandhaltung wird damit langfristig noch teurer, was wird bei der B2 Wielenbach gemacht? Es wird eine neue Brücke bei der Einmündung von Tutzing gebaut, für die langfristig kein Geld da sein wird, um sie sinnvoll zu erhalten.

Mehr muss man zur augenblicklichen Verkehrspolitik in Deutschland und Bayern nicht wissen.

Infoveranstaltung „Stoppt den Straßenwahnsinn“

Dienstag, 06.02.2024 19:30 Infoveranstaltung zum aktuellen Stand bezüglich des Ausbaus der B2 bei Wielenbach, Bürgersaal Wielenbach, Peter Kaufinger-Straße 11

Nach der Abweisung der Klage wird der Ausbau der B2 zwischen Pähl und Wilzhofen sicher kommen. Das ist aber nur der 1. Bauabschnitt. Dann geht es weiter mit der größeren Maßnahme von Wilzhofen vorbei an Wielenbach nach Unterhausen. Herr Bürgermeister Mansi wird uns über den aktuellen Sachstand und wie es weitergehen könnte informieren. Für Ihre Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Aufgaben der Unfallkommission des Landkreises und der Zentrale für Verkehrssicherheit

Gerti Grahl, 21.09.2023


Was ist die Unfallkommission?
Der Unfallkommission im Landkreis Weilheim-Schongau besteht aus drei Köpfen: Herr Andreas Lenker vom staatlichen Bauamt Weilheim, Herr PHK Michael Jahn von der Polizeidirektion Weilheim zuständig für Verkehr und ein Herr vom Landratsamt Weilheim-Schongau SG Verkehrswesen.
Die Aufgabe der Unfallkommission besteht darin, Unfälle im Straßenverkehr an die Zentrale für Verkehrssicherheit (ZVS) zu melden. Die ZVS wiederum verarbeitet diese Daten. Stellt sie fest, dass es Unfallschwerpunkte gibt, werden Unfalldetails analysiert und festgelegt, ob generell Handlungsbedarf besteht.
Wenn dies der Fall ist, werden die Unfallschwerpunkte wiederum an die Unfallkommission zurückgegeben mit dem Auftrag, diese Schwerpunkte zu entschärfen. Wie genau diese Entschärfung aussehen soll, entscheidet allein die Unfallkommission vor Ort. Des Weiteren hat die ZVS die Aufgabe, die Mitglieder der Unfallkommission zu schulen und ihnen einen „Werkzeugkoffer“ zur Hand zu geben, aus dem sie sich „bedienen“ können. Darin befinden sich bereits umgesetzte Maßnahmen mit genauen Angaben, wo und bei welchen Verkehrsverhältnissen welche Erfolge erzielt wurden.
Oberste Priorität der ZVS ist grundsätzlich die Sicherheit und sie hält einen Kreisverkehr für eine der sichersten Lösungen. Daher würde auch aus ihrer Sicht nichts gegen einen Kreisverkehr auf der B2 bei Wielenbach sprechen. Das Verkehrsaufkommen ist dort zwar höher als z.B. beim Kreisel am Maxhof. (am Starnberger Kreisel wurden 2021 auf der B2 ca. 13 000 Fahrzeuge, von der Anbindung der A 96 ca. 4 000 Fahrzeuge gezählt. Bei Wielenbach wurden 18 413 Fahrzeuge auf der B2 und ca. 6 000 einfahrende Fahrzeuge von der Pähler Umfahrung gezählt), aber es wäre, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen, durchaus eine praktikable Lösung.
Der Blick des ZVS richtet sich einzig und alleine auf Unfallschwerpunkte. Die Umsetzungspläne, die von der Unfallkommission erarbeitet wurden, werden von der ZVS rein auf die Entschärfung der Unfallschwerpunkte hin geprüft. Ist dabei von einer Verbesserung der Situation auszugehen, gibt es grünes Licht von der ZVS.


Warum dann diesen Monsterausbau?
Das staatliche Bauamt Weilheim erledigt vor Ort die Aufgaben der bayerischen Staatsbauverwaltung, an deren Spitze das bayerische Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr steht. Deren Ziel ist es, den Verkehr zwar sicher, aber vor allem auch so auszubauen, dass er möglichst schnell fließen kann. Dabei stehen wirtschaftlich kostengünstigere Lösungen, oder aber die eigentlichen Interessen der Bevölkerung, wenn überhaupt, weit hinten an.

(c) 2023 Emanuel Gronau

4.3.2023: 400 Gäste auf Demo in Wielenbach setzen deutliches Zeichen

Die Demo am 4 März war ein überwältigender Erfolg. Gut 400 Gäste sind gekommen und haben sich den abgesteckten Straßenverlauf angesehen. Das ist keine kleine Minderheit mehr, bei den Bürgerinnen und Bürgern ist „Verkehrswende“ angekommen. Danke an alle, die mitgeholfen haben!

Bild: Emanuel Gronau (https://www.fotogronau.de)

Merkur Artikel dazu hier: https://www.merkur.de/lokales/weilheim/wielenbach-ort377061/400-demonstranten-gegen-ausbau-der-92125041.html